Deutscher Gewerkschaftsbund

Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung bei digitaler Arbeit

Ergebnisse einer Sonderauswertung der Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2016

Titelseite

DGB-Index Gute Arbeit

Die wachsende Arbeitsbelastung im Kontext der Digitalisierung - ein zentraler Befund des Reports 2016 - ist der Anlass für eine Sonderauswertung mit dem Fokus auf Arbeitsintensivierung und Arbeitshetze bei digital Arbeitenden. Die Datengrundlage bilden die Bewertungen der knapp 10.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Rahmen der bundesweiten Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2016 befragt wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung als auch Störungen und Unterbrechungen des Arbeitsablaufs mit dem Grad der Digitalisierung zunehmen. So berichten zum Beispiel von den nicht-digitalisiert Arbeitenden 36 Prozent über häufige Unterbrechungen, bei den hochgradig Digitalisierten sind es fast doppelt so viele.

Ständige Erreichbarkeit und die Länge der Arbeitszeiten gehen ebenfalls mit deutlichen Steigerungen in der Belastungssituation einher. Beschäftigte von denen sehr häufig oder oft ständige Erreichbarkeit erwartet wird, berichten in Bezug auf Zeitdruck, Unterbrechungen, Arbeitsintensivierung und Arbeitsbelastung durchgängig über höhere Belastungen. Ebenso verhält es sich bei der Länge der Arbeitszeit. 

Auffällig ist auch: Partizipationsmöglichkeiten der Beschäftigten bei der Arbeitsgestaltung gehen mit geringeren Belastungsniveaus einher. Unter den Beschäftigten, die keinen Einfluss auf den Einsatz der digitalen Technik an ihrem Arbeitsplatz haben, berichtet etwa jede/r Zweite über das Gefühl des Ausgeliefertseins. Unter den Beschäftigten, die in sehr hohem Maße Einfluss nehmen können, sind es hingegen nur halb so viele. Und dort wo Beschäftigte einen Einfluss auf die zu bewältigende Arbeitsmenge haben, ist die Arbeitsintensität geringer ausgeprägt.

Die Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit "Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung" kann in der gedruckten Version hier bestellt werden.

 

Als PDF-Datei kann die Broschüre hier heruntergeladen werden.

 


Nach oben
Al­le ge­sun­d?
Titelseite
DGB-Index Gute Arbeit
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten berichtet über Arbeitsverdichtung - welche Folgen hat das für die Gesundheit? Die Sonderauswertung "Alle gesund?" befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen den Arbeitsbedingungen und verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschäftigten. Die Befunde zeigen die Effekte psychischer und körperlicher Anforderungen und verdeutlichen die Notwendigkeit eines umfassenden Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
weiterlesen …

Kör­per­lich har­te Ar­beit
Titelbild
DGB-Index Gute Arbeit
Körperlich harte Arbeit ist auch in Zeiten der Digitalisierung für viele Beschäftigte in Deutschland an der Tagesordnung. Das zeigt die Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit zu körperlichen Belastungen. Etwa jede/r Zweite arbeitet häufig in belastenden Körperhaltungen und knapp jede/r Dritte leistet häufig körperlich schwere Arbeit, wie z.B. beim Heben oder Tragen von Lasten. Diese Belastungsarten treten nicht nur in Bau- und Produktionsberufen auf. Auch viele Dienstleistungsberufe, wie z.B. in der Pflege oder im Verkauf, sind durch starke körperliche Anforderungen geprägt.
weiterlesen …

Ar­beits­be­din­gun­gen in der Al­ten- und Kran­ken­pfle­ge
DGB-Index Gute Arbeit
Über die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege wird derzeit oft gesprochen. Mit der Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit liegen nun Daten vor, die die überaus hohen Arbeitsbelastungen der Pflegebeschäftigten deutlich aufzeigen. Hohe psychische und physische Belastungen sind in der Alten- und in der Krankepflege an der Tagesordnung. Im Ergebnis können sich nur 22 Prozent der Pflegebeschäftigten vorstellen, ihre Tätigkeit unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente ausüben zu können.
weiterlesen …

Ar­beits­het­ze und Ar­beits­in­ten­si­vie­rung bei di­gi­ta­ler Ar­beit
DGB-Index Gute Arbeit
Wie häufig fühlen sich digital Arbeitende bei der Arbeit gehetzt oder stehen unter Zeitdruck? In welchem Zusammenhang stehen Digitalisierungsgrad und Störungen des Arbeitsflusses? Die Ergebnisse der Sonderauswertung zeigen, dass bislang nur wenige Beschäftigte von den möglichen Potentialen der Digitalisierung für eine bessere Arbeitsgestaltung profitieren. Die Mehrheit berichtet über eine zunehmende Arbeitsintensität.
weiterlesen …

Was be­deu­tet die Di­gi­ta­li­sie­rung der Ar­beits­welt für Frau­en?
DGB
Wie nehmen Frauen die Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung wahr? Eine Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit befasst sich, aus der Perspektive von weiblichen Beschäftigten, mit der Verbreitung der Digitalisierung, dem Einsatz verschiedener digitaler Arbeitsmittel sowie den Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Gestaltungsmöglichkeiten im Arbeitskontext.
weiterlesen …

Ar­beits­be­ding­te Be­las­tung und Be­an­spru­chung
DGB-Index Gute Arbeit
Welche Arbeitsbedingungen werden von den Beschäftigten als besonders beanspruchend wahrgenommen? Mit dieser Frage befasst sich die Sonderauswertung "Arbeitsbedingte Belastung und Beanspruchung" des DGB-Index Gute Arbeit.
weiterlesen …

Die Jah­res­re­ports zum In­dex
Typo
DGB
Seit 2007 wird in Umfragen unter Beschäftigten der DGB-Index Gute Arbeit mit detaillierten Ergebnissen zur Qualität der Arbeitsbedingungen in Deutschland ermittelt. Hier finden Sie alle jährlichen Reports dieser Repräsentativerhebungen zum Download.
weiterlesen …