Deutscher Gewerkschaftsbund

22.06.2019
Ergebnisse einer Sonderauswertung der Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2018

Körperlich harte Arbeit

Titelseite

DGB-Index Gute Arbeit

In der Sonderauswertung "Körperlich harte Arbeit" stehen ungünstige Körperhaltungen sowie körperlich schwere Arbeit im Fokus. Die Analyse basiert auf den Daten der Repräsentativumfrage zum DGB-Index Gute Arbeit 2018, mit mehr als 8.000 Befragten. Gegenstand der Auswertung ist die Verbreitung von Be- und Entlastungsfaktoren sowie Zusammenhänge mit dem Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit.

Die Ergebnisse zeigen, dass körperliche Belastungen für viele Beschäftigte nach wie vor zum beruflichen Alltag gehören. Insgesamt leisten 30 Prozent aller Beschäftigten körperlich schwere Arbeit (z. B. Lasten heben, tragen oder stemmen) und 52 Prozent arbeiten sehr häufig oder oft in ungünstigen Körperhaltungen (z. B. im Sitzen, Stehen oder gebückt). Das betrifft Berufsgruppen in der Landwirtschaft, auf dem Bau und in der Produktion, aber auch viele Dienstleistungsberufe, z.B. in der Pflege oder im Verkauf.

Die meisten der körperlich schwer Arbeitenden sind mehrfach belastet. Entweder weil gleich mehrere körperliche Belastunsarten vorliegen, oder weil zusätzlich noch psychische Belastungen (z. B. respektloses Verhalten, Konflikte und Streitigkeiten) auftreten. Auffällig ist zudem, dass körperlich schwere Arbeit überproportional mit Leiharbeit, Schicht- und Nachtarbeit, hoher Arbeitsintensität sowie geringer Entlohnung verbunden ist.

Die starke körperliche Beanspruchung hängt sowohl mit der Einschätzung der eigenen  Gesundheit als auch mit der Bewertung der zukünftigen Arbeitsfähigkeit zusammen. Je häufiger körperlich schwer gearbeitet wird, desto schlechter werden der eigene Gesundheitszustand und die zukünftige Arbeitsfähigkeit eingeschätzt.

Für eine gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung sind Entlastungsmöglichkeiten (z. B. durch zusätzliche Pausen oder Tätigkeitswechsel) von großer Bedeutung. Bei ausreichenden Entlastungsmöglichkeiten unterscheidet sich der Gesundheitszustand zwischen körperlich und nicht-körperlich hart Arbeitenden nur wenig. Die Mehrheit der Beschäftigten geht davon aus, dass sich ihr Gesundheitszustand durch eine präventive Arbeitsgestaltung verbessern ließe.

Die Sonderauswertung "Körperlich harte Arbeit" kann hier heruntergeladen werden oder als gedrucktes Exemplar in dem DGB-Bestellsystem bestellt werden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit die zentralen Befunde der Auswertung in Form einer Präsentation herunterzuladen.


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Re­port 2019 - Ar­bei­ten am Li­mit
Titeseite
DGB-Index Gute Arbeit
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet unter hohem Zeitdruck. Für jeden Vierten ist die Arbeitsmenge nicht in der vorgesehenen Arbeitszeit zu bewältigen. Hohe Arbeitsbelastungen - das zeigen die Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2019 - bleiben ein zentrales Problem der heutigen Arbeitswelt. Die Betroffenen lassen häufiger Erholungspausen ausfallen und fühlen sich nach der Arbeit oft leer und ausgebrannt. Diese und weitere Befunde finden sich im Report 2019 des DGB-Index Gute Arbeit.
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Neu­es For­mat: Jah­res­be­richt 2019
Titeseite
DGB-Index Gute Arbeit
Die Befragungsergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit werden ab dem Jahr 2019 in einem neuen, zusätzlichen Format veröffentlicht. Der Jahresbericht liefert eine systematische Aufbereitung der gewonnenen Daten. Neben dem Schwerpunktthema Arbeitsintensität werden Ergebnisse zu allen Kriterien der Arbeitsqualität dargestellt. Mit dem Jahresbericht liegt ein umfangreiches Nachschlagewerk zu den Arbeitsbedingungen in Deutschland vor.
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Kör­per­lich har­te Ar­beit
Titelbild
DGB-Index Gute Arbeit
Körperlich harte Arbeit ist auch in Zeiten der Digitalisierung für viele Beschäftigte in Deutschland an der Tagesordnung. Das zeigt die Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit zu körperlichen Belastungen. Etwa jede/r Zweite arbeitet häufig in belastenden Körperhaltungen und knapp jede/r Dritte leistet häufig körperlich schwere Arbeit, wie z.B. beim Heben oder Tragen von Lasten. Diese Belastungsarten treten nicht nur in Bau- und Produktionsberufen auf. Auch viele Dienstleistungsberufe, wie z.B. in der Pflege oder im Verkauf, sind durch starke körperliche Anforderungen geprägt.
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Re­port 2018 - Schwer­punk­t: In­ter­ak­ti­ons­ar­beit
Report 2018
DGB-Index Gute Arbeit
Der Arbeitsalltag von fast zwei Dritteln der Beschäftigten in Deutschland ist von Interaktionsarbeit, d.h. der Arbeit mit Menschen geprägt. Über verschiedene Branchen hinweg wird intensiv mit Kundschaft, PatientInnen, Lernenden, KlientInnen etc. gearbeitet. Damit sind spezifische Anforderungen und Belastungen für die Beschäftigten verbunden. Der Schwerpunkt der Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2018 befasst sich mit den Arbeitsbedingungen in der Interaktionsarbeit.
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Re­port 2017 - Schwer­punk­t: Ver­ein­bar­keit von Ar­beit und Pri­vat­le­ben
DGB-Index Gute Arbeit
Wie ist es um die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben unter den Beschäftigten in Deutschland bestellt? Mit diesem Schwerpunktthema befasst sich die Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2017. Im Mittelpunkt stehen zwei Aspekte, die einer gelingenden Vereinbarkeit im Wege stehen können. Zum einen die arbeitsbedingte Erschöpfung, die es Beschäftigten erschwert, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. 41 Prozent aller Befragten geben an, dass Erschöpfung ihre Vereinbarkeitssituation häufig beeinträchtigt. Zum anderen geht es um Vereinbarkeitsschwierigkeiten, die aus zeitlichen Einschränkungen resultieren. Hier sind es 27 Prozent aller Befragten, die angeben, ihre privaten Interessen häufig nicht mit ihrer Arbeit in Einklang bringen zu können.
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Re­port 2016 - Schwer­punk­t: Di­gi­ta­li­sie­rung der Ar­beits­welt
DGB-Index Gute Arbeit
Wie wirkt die Digitalisierung auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der bundesweiten Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2016. Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung für einen beträchtlichen Teil der Beschäftigten mit höheren Arbeitsbelastungen einher geht. Die Mehrheit berichtet von einer wachsenden Arbeitsmenge und verstärkten Multitasking-Anforderungen.
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Re­port 2015 - Schwer­punk­t: Ur­sa­chen der Ar­beits­het­ze
DGB-Index Gute Arbeit
Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten berichtet davon, sich bei der Arbeit häufig gehetzt zu fühlen. Der Report 2015 des DGB-Index Gute Arbeit beschäftigte sich mit den Ursachen des arbeitsbedingten Zeitdrucks. Am häufigsten werden hier Multitasking und eine zu knappe Personalbemessung genannt.
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Re­port 2014 – Mit dem Schwer­punkt Ar­beits­zeit­ge­stal­tung
DGB
Knapp 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten länger als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart. Und jede/r Vierte Beschäftigte leistet pro Woche mehr als fünf Überstunden. Dies sind einige der zentralen Befunde des Reports 2014, der sich mit dem Themenschwerpunkt Arbeitszeitgestaltung befasst. Die langen Arbeitszeiten vieler Vollzeitbeschäftigter entsprechen in der Regel nicht dem Wunsch der Beschäftigten: Zwei Drittel würden ihre Arbeitszeit gerne reduzieren.
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