Deutscher Gewerkschaftsbund

13.11.2018

Report 2018 - Schwerpunkt: Interaktionsarbeit

Report 2018 - Titelseite

DGB-Index Gute Arbeit

Wenn über die Transformation der Arbeitswelt gesprochen wird, dann liegt der Fokus häufig auf den Veränderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Zum Wandel der Arbeitswelt gehört aber auch, dass immer mehr Beschäftigte mit Menschen arbeiten, für die sie Dienstleistungen oder Güter erstellen. Aus diesem Grund ist die Interaktionsarbeit das Schwerpunktthema der Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2018.

Auf Basis der Angaben von über 8.000 abhängig Beschäftigten werden im Report 2018 die  Verbreitung interaktiver Arbeit, ihre emotionalen und körperlichen Anforderungen sowie spezifische Belastungsmomente analysiert und aufbereitet. 

Die Ergebnisse zeigen, dass knapp zwei Drittel aller Beschäftigten in Deutschland Interaktionsarbeit leisten. Gemeint sind Beschäftigte, die regelmäßig mit Kundschaft, PatientInnen oder anderen betriebsexternen Personengruppen arbeiten. Für sie ist Interaktionsarbeit ein zentrales Merkmal ihrer Arbeitsbedingungen.

Zu den spezifischen Anforderungen der Interaktionsarbeit gehören u.a. schwer planbare Arbeitssituationen, Konflikte und Streitigkeiten mit KundInnen etc., erhöhte emotionale Anforderungen oder auch Konflikte, die durch das Anbieten von Leistungen entstehen, von denen die Beschäftigten persönlich nicht überzeugt sind.

Die erhöhten emotionalen Anforderungen resultieren etwa aus der Anforderung, dass die Beschäftigten ihre Gefühle verbergen müssen (35 Prozent) oder aus herablassender Behandlung (11 Prozent). Damit sind häufig psychisch belastende Erlebnisse verbunden. Im Mittel berichten 17 Prozent aller Beschäftigten, dass sie (sehr) häufig betroffen sind. Im Sozialwesen sind es sogar 41 Prozent.

Um besser mit belastenden Situationen umgehen zu können, braucht es Angebote der Unterstützung und Entlastung, wie z.B. durch zusätzliche Erholungsphasen oder  Beratungs- und Supervisionsangebote. Hier zeigen die Daten eine deutlich Lücke. Zwei Drittel der Beschäftigten, die (sehr) häufig mit psychisch belastenden Erlebnissen konfrontiert sind, erhalten von ihrem Arbeitgeber keine ausreichenden Unterstützungsangebote.

Darüber hinaus berichten drei Viertel der Interaktionsarbeitenden, dass die besonderen Anforderungen der Interaktionsarbeit, bei ihrem Einkommen nur unzureichend berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse des Reports unterstreichen die Notwendigkeit, der Arbeit mit Menschen größere Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenzubringen. Gute und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen in der Interaktionsarbeit kommen nicht nur den Beschäftigten zugute, sondern - über eine bessere Qualität der erbrachten Leistung - auch den KundInnen, PatientInnen und KlientInnen.

Der Report 2018 kann hier heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare können über den DGB-Bestellservice (www.dgb-bestellservice.de) bestellt werden.


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Re­port 2019 - Ar­bei­ten am Li­mit
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Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet unter hohem Zeitdruck. Für jeden Vierten ist die Arbeitsmenge nicht in der vorgesehenen Arbeitszeit zu bewältigen. Hohe Arbeitsbelastungen - das zeigen die Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit 2019 - bleiben ein zentrales Problem der heutigen Arbeitswelt. Die Betroffenen lassen häufiger Erholungspausen ausfallen und fühlen sich nach der Arbeit oft leer und ausgebrannt. Diese und weitere Befunde finden sich im Report 2019 des DGB-Index Gute Arbeit.
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Neu­es For­mat: Jah­res­be­richt 2019
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Die Befragungsergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit werden ab dem Jahr 2019 in einem neuen, zusätzlichen Format veröffentlicht. Der Jahresbericht liefert eine systematische Aufbereitung der gewonnenen Daten. Neben dem Schwerpunktthema Arbeitsintensität werden Ergebnisse zu allen Kriterien der Arbeitsqualität dargestellt. Mit dem Jahresbericht liegt ein umfangreiches Nachschlagewerk zu den Arbeitsbedingungen in Deutschland vor.
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Kör­per­lich har­te Ar­beit
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Körperlich harte Arbeit ist auch in Zeiten der Digitalisierung für viele Beschäftigte in Deutschland an der Tagesordnung. Das zeigt die Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit zu körperlichen Belastungen. Etwa jede/r Zweite arbeitet häufig in belastenden Körperhaltungen und knapp jede/r Dritte leistet häufig körperlich schwere Arbeit, wie z.B. beim Heben oder Tragen von Lasten. Diese Belastungsarten treten nicht nur in Bau- und Produktionsberufen auf. Auch viele Dienstleistungsberufe, wie z.B. in der Pflege oder im Verkauf, sind durch starke körperliche Anforderungen geprägt.
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Re­port 2018 - Schwer­punk­t: In­ter­ak­ti­ons­ar­beit
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Der Arbeitsalltag von fast zwei Dritteln der Beschäftigten in Deutschland ist von Interaktionsarbeit, d.h. der Arbeit mit Menschen geprägt. Über verschiedene Branchen hinweg wird intensiv mit Kundschaft, PatientInnen, Lernenden, KlientInnen etc. gearbeitet. Damit sind spezifische Anforderungen und Belastungen für die Beschäftigten verbunden. Der Schwerpunkt der Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2018 befasst sich mit den Arbeitsbedingungen in der Interaktionsarbeit.
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Re­port 2017 - Schwer­punk­t: Ver­ein­bar­keit von Ar­beit und Pri­vat­le­ben
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Wie ist es um die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben unter den Beschäftigten in Deutschland bestellt? Mit diesem Schwerpunktthema befasst sich die Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2017. Im Mittelpunkt stehen zwei Aspekte, die einer gelingenden Vereinbarkeit im Wege stehen können. Zum einen die arbeitsbedingte Erschöpfung, die es Beschäftigten erschwert, Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. 41 Prozent aller Befragten geben an, dass Erschöpfung ihre Vereinbarkeitssituation häufig beeinträchtigt. Zum anderen geht es um Vereinbarkeitsschwierigkeiten, die aus zeitlichen Einschränkungen resultieren. Hier sind es 27 Prozent aller Befragten, die angeben, ihre privaten Interessen häufig nicht mit ihrer Arbeit in Einklang bringen zu können.
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Re­port 2016 - Schwer­punk­t: Di­gi­ta­li­sie­rung der Ar­beits­welt
DGB-Index Gute Arbeit
Wie wirkt die Digitalisierung auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der bundesweiten Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2016. Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung für einen beträchtlichen Teil der Beschäftigten mit höheren Arbeitsbelastungen einher geht. Die Mehrheit berichtet von einer wachsenden Arbeitsmenge und verstärkten Multitasking-Anforderungen.
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Re­port 2015 - Schwer­punk­t: Ur­sa­chen der Ar­beits­het­ze
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Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten berichtet davon, sich bei der Arbeit häufig gehetzt zu fühlen. Der Report 2015 des DGB-Index Gute Arbeit beschäftigte sich mit den Ursachen des arbeitsbedingten Zeitdrucks. Am häufigsten werden hier Multitasking und eine zu knappe Personalbemessung genannt.
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Re­port 2014 – Mit dem Schwer­punkt Ar­beits­zeit­ge­stal­tung
DGB
Knapp 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten länger als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart. Und jede/r Vierte Beschäftigte leistet pro Woche mehr als fünf Überstunden. Dies sind einige der zentralen Befunde des Reports 2014, der sich mit dem Themenschwerpunkt Arbeitszeitgestaltung befasst. Die langen Arbeitszeiten vieler Vollzeitbeschäftigter entsprechen in der Regel nicht dem Wunsch der Beschäftigten: Zwei Drittel würden ihre Arbeitszeit gerne reduzieren.
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