Deutscher Gewerkschaftsbund

Arbeiten im Homeoffice

Zwischen Gestaltungsspielraum und Mehrbelastung

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DGB-Index Gute Arbeit

Die Ergebnisse der Befragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2020 zeigen, dass der häufigste Grund für die Arbeit von zu Hause aus - jenseits der Pandemie - der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben ist. 30 Prozent der Befragten geben dies als Motiv für das Arbeiten im Homeoffice an. Und wer zumindest einen Teil seiner Arbeit zu Hause erledigen kann, berichtet durchschnittlich von mehr Möglichkeiten bei der selbstständigen Planung und Organisation von Arbeit und Arbeitszeit.

Gleichzeitig sind in der Gruppe der mobilen Beschäftigten überlange Arbeitszeiten von mehr als 48 Stunden pro Woche häufiger der Fall als bei Beschäftigten, die ausschließlich an einem festen betrieblichen Arbeitsplatz tätig sind. Auch unbezahlte Arbeit für den Betrieb sowie verkürzte Pausen- und Ruhezeiten treten vermehrt auf, wenn im Homeoffice gearbeitet wird.

Deutlich sichtbar ist zudem die Tendenz der Entgrenzung von Arbeit und Privatleben, wenn ein Teil der Arbeit nach Hause verlagert wird. Die Beschäftigten berichten häufiger von der Anforderung, ständig erreichbar zu sein sowie von Problemen beim Abschalten von der Arbeit. Die Befunde, die in der Ausgabe 01/2021 von DGB-Index Gute Arbeit "Kompakt" präsentiert werden, unterstreichen die Notwendigkeit, auch im Homeoffice die Anforderungen an gute Arbeitsbedingungen stärker in den Blick zu nehmen.


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