Deutscher Gewerkschaftsbund

01.02.2018
Sonderauswertung DGB-Index Gute Arbeit

Schlechte Perspektiven für befristet Beschäftigte

Wie die Betroffenen ihre Situation beurteilen

Titelseite

DGB-Index Gute Arbeit

Für die Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit zu den befristet Beschäftigten wurden die Erhebungsdaten der Jahre 2012 bis 2017 ausgewertet. In diesem Zeitraum wurden mehr als 3.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit befristetem Vertrag zu ihren Arbeitsbedingungen befragt.

Die Daten zeigen, dass befristete Beschäftigung bei jüngeren Beschäftigten weiter verbreitet ist als bei älteren. Dennoch ist Befristung nicht allein ein Problem der Jungen. Insgesamt ist die Hälfte aller befristet Beschäftigten 30 Jahre und älter. Besonders verbreitet sind Befristungen im Gastgewerbe (19 Prozent), in den „Sonstigen Dienstleistungen“, wozu die Reinigungs- und Sicherheitsdienste gehören, (16 Prozent) und im Bereich „Erziehung und Unterricht“ (14 Prozent).

Der Blick auf die eigene Arbeitssituation ist bei den Befristeten von großen Ängsten um die Zukunft geprägt. Der Anteil derjenigen, die sich sehr häufig oder oft um die berufliche Zukunft sorgt, liegt bei Befristeten doppelt so hoch wie bei den Unbefristeten (34 vs. 18 Prozent). Hinzu kommt, dass befristet Beschäftigte ihr Einkommen mehrheitlich als nicht leistungsgerecht empfinden und kaum Zugang zu Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge erhalten. Die Identifikation mit der eigenen Tätigkeit ist deutlich geringer ausgeprägt als bei den unbefristeten Beschäftigten.


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