Deutscher Gewerkschaftsbund

Was bedeutet die Digitalisierung der Arbeitswelt für Frauen?

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DGB

 

Datengrundlage für die Sonderauswertung ist die jährliche Repräsentativerhebung des DGB-Index Gute Arbeit von 2016 zum Themenschwerpunkt "Digitalisierung der Arbeitswelt". An der Erhebung beteiligten sich ca. 4.900 Frauen sowie 4.700 Männer. Gegenstand der Untersuchung ist die Verbreitung der Digitalisierung und ihrer verschiedenen Ausprägungen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt aus Sicht von weiblichen Beschäftigten.

Die Analysen zeigen, dass über die Hälfte der Frauen (56 Prozent) in (sehr) hohem Maße mit digitaler Technik arbeitet. Auf die Verbreitung hat u.a. das Qualifikationsniveau erheblichen Einfluss. So arbeiten Frauen ohne Berufsabschluss sehr viel seltener mit neuen Technologien (32 Prozent) als Frauen mit Hochschulabschluss (78 Prozent). Ebenfalls große Unterschiede bestehen zwischen den Branchen bzw. den einzelnen Organisationsbereichen der Gewerkschaften.

Die weiblichen Beschäftigten berichten überwiegend von einer Zunahme der Arbeitsbelastungen durch die Digitalisierung. Das betrifft sowohl die Arbeitsmenge (57 Prozent) als auch das Multitasking (59 Prozent). Hinsichtlich Entscheidungsspielräume und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie berichten hingegen etwas mehr Frauen von Verbesserungen als von Verschlechterungen.

Gering ausgeprägt sind die Einflussmöglichkeiten der weiblichen Beschäftigten: Knapp 80 Prozent haben nur einen geringen oder gar keinen Einfluss auf die Art und Weise des Technikeinsatzes an ihrem Arbeitsplatz. In diesem Punkt schneiden die Frauen noch einmal deutlich schlechter ab als die männlichen Beschäftigten.

 

Download der Sonderauswertung:


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