Deutscher Gewerkschaftsbund

Report 2010: Die Ergebnisse der Repräsentativerhebung

Schwerpunkte: Wirtschaftskrise und Arbeitsintensivierung

Der Report 2010 zur Repräsentativerhebung des DGB-Index Gute Arbeit beleuchtet schwerpunktmäßig die Folgen der Wirtschaftskrise für die Beschäftigten sowie zunehmende Arbeitsintensivierung. Der Index Gute Arbeit 2010 liegt mit 59 Punkten weiterhin im unteren Mittelmaß der Index-Skala: Bereich Mittelmäßige Arbeit.

Zentrale Ergebnisse des Befragungsjahres 2010

 

  • Der Index Gute Arbeit 2010 liegt mit 59 Punkten weiterhin im unteren Mittelmaß der Index-Skala; Bereich Mittelmäßige Arbeit. 
  • Fast die Hälfte der Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer sind von krisenbedingten Änderungen der Abeitsgestaltung betroffen, am stärksten die Beschäftigten in der Metallindustrie.
  • Beschäftigte, die krisenbedingt von Lohnkürzungen betroffen sind, können weniger gut von ihrem Einkomme leben als die anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nur 27 Prozent der von Lohnkürzungen Betroffenen sagen, dass ihr Einkommen vollkommen reicht oder dass sie gut davon leben können - von den Nicht-Betroffenen sagen dies 41 Prozent.
  • Beschäftigte im Finanzdienstleistungsbereich sind besonders stark von einer krisenbedingten Erhöhung der Arbeitsintensität betroffen. 27 Prozent der Beschäftigten dieser Branche sind von einer Verstärkung der Arbeitsintensität in Folge der Krise betroffen (zum Vergleich: 21 Prozent sind es über alle Branchen hinweg bundesweit).
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die außerberuflich Pflegebedürftige zu betreuen haben, sehen sich in einem deutlich überdurchschnittlichen Maße von Auspowerung bedroht.
  • Ein Viertel der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht davon aus, dass im Betrieb nicht sorgsam mit ihren persönlichen Daten umgegangen wird - junge Beschäftigte haben großes Vertrauen in den betrieblichen Datenschutz.

 

Grafik 2010

DGB


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