Deutscher Gewerkschaftsbund

Report 2016 - Schwerpunkt: Digitalisierung der Arbeitswelt

An der zehnten Erhebungswelle zum DGB-Index Gute Arbeit 2016 nahmen bundesweit knapp 10.000 Beschäftigte teil. Im Themenschwerpunkt "Digitalisierung der Arbeitswelt" standen die Verbreitung und die Auswirkungen der Digitalisierungsprozesse auf  die Qualität der Arbeitsbedingungen im Fokus. Darüber hinaus wurden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer danach gefragt, ob sie Einfluss auf die digitale Gestaltung ihres Arbeitsplatzes nehmen können.

Die repräsentativen Ergebnisse zeigen, dass bei 82 Prozent aller Beschäftigten die Arbeit durch Digitalisierungsprozesse beeinflusst wird. Bei 60 Prozent aller Befragten trifft dies sogar in hohem oder sehr hohem Maße zu. Diese Gruppe berichtet im Kontext der Digitalisierung überwiegend über eine höhere Arbeitsbelastung, eine wachsende Arbeitsmenge und mehr Multitasking. Auch die Überwachung und Kontrolle der Arbeitsleistung hat für eine Mehrheit der Befragten zugenommen.

Veränderungen der Work-Life-Balance durch die neuen technischen Entwicklungen werden insgesamt nur von einer Minderheit berichtet. Hier zeigen sich jedoch Potentiale für eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, insbesondere bei Beschäftigten mit Betreuungsaufgaben (Kinder, Pflegebedürftige). 

Ein weiterer Befund: Bei der digitalen Veränderungen ihrer Arbeit werden die Beschäftigten nur unzureichend beteiligt. Drei Viertel der digitalisiert Arbeitenden haben keinen oder nur einen geringen Einfluss auf den Digitalisierungsprozess an ihrem Arbeitsplatz.

Die Links für den Download des Reports und des Einlegers finden Sie unter der Abbildung.

Die Papierversion des Reports können Sie hier bestellen.

 

Abbildung auf Seite 2 des Report-Einlegers

DGB-Index Gute Arbeit

 

Download Report 2016 und Einleger

 

 

In den Report 2016 des DGB-Index Gute Arbeit hat sich leider ein Fehler eingeschlichen. Die Zahlen zur Entwicklung der mobilen Arbeit im Rahmen der Digitalisierung (Abschnitt 1.7, S. 12 im Report) beziehen sich auf eine andere Grundgesamtheit als angegeben. In Abbildung 10 wurden auch die in geringem Maß digitalisiert arbeitenden Beschäftigten berücksichtigt, während in den Abschnitten 1.2 bis 1.10 des Reports ausschließlich die in hohem Maß bzw. in sehr hohem Maß Betroffenen betrachtet werden. Dadurch ergeben sich leicht veränderte Zahlen, die jedoch nichts an der Grundtendenz des Befragungsergebnisses ändern. Die korrigierten Zahlen zeigen: Die Mehrheit der digitalisiert Arbeitenden stellt keine Veränderung mit Blick auf mobiles Arbeiten fest (56 Prozent, alt: 60 Prozent). Ein Drittel arbeitet häufiger von zu Hause oder unterwegs (33 Prozent, alt: 28 Prozent). Elf Prozent berichten davon, dass der Anteil mobiler Arbeit bei Ihnen geringer geworden ist (alt: 12 Prozent).

Hier ist die korrigierte Abbildung 10 des Reports (Angaben für die Gruppe der in hohem Maß oder in sehr hohem Maß digitalisiert Arbeitenden):

Abbildung 10

DGB-Index Gute Arbeit


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Re­port 2017 - Schwer­punk­t: Ver­ein­bar­keit von Ar­beit und Pri­vat­le­ben
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