Deutscher Gewerkschaftsbund

Der DGB-Index Gute Arbeit

Qualität der Arbeitsbedingungen: Die Beschäftigten als Experten

Der DGB-Index Gute Arbeit misst die Qualität der Arbeitsbedingungen aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Seit dem Jahr 2007 werden in einer jährlichen bundesweiten Repräsentativerhebung die abhängig Beschäftigten danach gefragt, wie sie ihre Arbeitsbedingungen bewerten - denn sie sind die Experten für ihre Arbeitsqualität.

Von 0 bis 100: Die Qualitätsstufen

Aus den Antworten wird der DGB-Index Gute Arbeit ermittelt, der einen Wert zwischen 0 und 100 Punkten erreichen kann. 0 Punkte stehen für die denkbar schlechteste Arbeitsqualität, 100 Punkte symbolisieren optimale Arbeitsbedingungen. Der DGB-Index weist vier Qualitätsstufen von Arbeit aus: Schlechte Arbeit (0 bis 49 Punkte), Arbeit im unteren Mittelfeld (50 bis 64 Punkte), Arbeit im oberen Mittelfeld (65 bis 79 Punkte) und Gute Arbeit (80 bis 100 Punkte).

Was ist Gute Arbeit?

Der positive Bereich der Arbeitsqualität ist durch umfassende Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, geringe negative Belastungen, ein angemessenes Einkommen und hohe berufliche Sicherheit gekennzeichnet. Niedrige Indexwerte verweisen dagegen auf hochgradig belastende und entwicklungsarme Arbeitsbedingungen, häufig kombiniert mit einem geringen Einkommen und unsicheren Zukunftsperspektiven.

Differenzierte Arbeitsberichterstattung

Die Indexwerte geben einen schnellen Überblick über die Arbeitsqualität und mögliche Problemfelder. Darüber hinaus erlauben die Ergebnisse der Repräsentativbefragung zum DGB-Index detaillierte Analysen zu den einzelnen Aspekten der Arbeitsqualität. Auswertungen auf der Ebene von Branchen, Berufsgruppen, Alter, Geschlecht etc. ermöglichen den gruppenbezogenen Vergleich von Ressourcen- und Belastungssituationen.

Institut DGB-Index Gute Arbeit

Das Institut DGB-Index Gute Arbeit wurde im Jahr 2013 unter dem Dach des DGB-Bundesvorstands gegründet. Es führt die bundesweiten Repräsentativerhebungen durch und entwickelt sie weiter. Das Institut präsentiert die Index-Ergebnisse der Öffentlichkeit und koordiniert die am Projekt beteiligten Partner.

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